Ein Zeichen gegen die Pegida setzen!

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Pressemitteilung am 22.12.2014
Zu den Entwicklungen der PEGIDA-Bewegung erklärt die Alevitische Gemeinde zu Berlin:
Wie fordern alle politischen Parteien, religiöse Institutionen und die gesamte Öffentlichkeit auf ein klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie zu setzen!
Wir lehnen die nationalistischen und rechtskonservativen Parolen der PEGIDA-Bewegung ab. Sie sind einer reifen Demokratie nicht würdig. Wir möchten uns für ein Deutschland stark machen in dem alle Menschen, die sich zur Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bekennen, ganz egal welcher Herkunft oder Religionszugehörigkeit, willkommen sind.
Die Entwicklung der PEGIDA-Bewegung, die sich fremdenfeindlicher und islamophober Ressentiments bedient, beobachten wir mit äußerster Sorge. Die Ablehnung der Aufnahme von asylsuchenden Menschen, die vor Krieg, Mord und Unterdrückung flüchten, stellt einen klaren Bruch zu unserer Demokratie und unserem Rechtsstaatsverständnis dar.
Die PEGIDA-Bewegung vermag es über 15.000 Menschen zu mobilisieren, angesichts dieser Größenordnung der Teilnehmerzahl wird deutlich, dass dieses Gedankengut in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist. Dieser Entwicklung muss gezielt entgegengewirkt werden. In Form von verstärkter Öffentlichkeitarbeit muss der breiten Masse verdeutlicht werden, dass der Hass und die Radikalisierung Einzelner nicht auf eine gesamte Religion projiziert werden darf.
Wir dürfen uns nicht vor den Krisen und Kriegen, die Millionen von Menschen in äußerste Not versetzt haben, verschließen. Viel eher müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie man das Leid der Menschen lindern und die andauernden Konflikte unterbinden kann. Eine ausgewogene und reife Demokratie muss es als humanitäre Pflicht sehen, Menschen in Not Zuflucht zu gewähren. Die Massenproteste stellen für die ohnehin traumatisierten Flüchtlinge eine unzumutbare weitere Belastung dar. Darüber hinaus wird zahlreichen Menschen mit muslimischem Hintergrund, die zweifelsohne Teil dieser Gesellschaft sind, vermittelt, dass sie unerwünscht sind und nicht zu Deutschland gehören.