Semah

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Der Semah ist ein wichtiger ritueller Tanz und gehört zu den 12 Pflichten in der Cem-Veranstaltung (alevitischer Gottesdienst). Sein Sinn ist das Einswerden mit Gott und der Natur. Er ähnelt einem Reigentanz, der aber nicht als folkloristisches Element betrachtet werden soll, damit er nicht seines religiösen Charakters entkleidet wird. Der Semah ist vielmehr ein Gebetsritual, der nur in der Cem-Zeremonie vorgetragen wird. Der Semah wird von Frauen und Männern unterschiedlichen Alters gleichzeitig praktiziert.

Die Semah-Mitglieder bewegen sich in einer kreisförmigen Figur. Dabei drehen sie sich zusätzlich um die eigene Achse. Die Handinnenfläche der rechten Hand zeigt nach oben und die linke Handinnenfläche ist auf den Boden gerichtet. Es finden keine körperlichen Kontakte, wie zum Beispiel Hände halten, zwischen den Teilnehmern statt. Die dabei dargestellte Figur, also das Drehen in einer „Kreisbahn" und das Drehen um die eigene Achse, symbolisiert nicht nur das Universum (Evren) mit den Planeten des Sonnensystems und der Galaxie, also wie die Planeten in einer Umlaufbahn um die Sonne und um ihre eigene Achse kreisen. Durch den Kreistanz werden darüber hinaus die ewigen Kreisläufe des Lebens und der Natur symbolisiert. Seit dem 12. Jahrhundert, vielleicht auch schon früher, diente dieser heilige Tanz zur geistigen Annäherung an Hak (der alevitische Gott). Darum sollte er nach alevitischer Auffassung nicht öffentlich vorgeführt werden.

Unsere Semah-Kurse werden wie folgt angeboten:

  • Unsere Dozentinnen: Elif Mor und Yeliz Ünal
  • für Kinder von 6-12 Jahren, Sonntag 12:00 - 13:30 Uhr - Yeliz Ünal
  • für Jugendliche ab 13 Jahren, Sonntag 13:30 - 15:00 Uhr - Elif Mor
  • für Erwachsene, Sonntag 15:30 - 17:00 Uhr - Elif Mor
  • kostenlos

Ansprechpartner:

Alevitische Gemeinde zu Berlin e. V.

Tel.: 030-616 58 394
Tel.: 030-616 58 700
E-mail: